urban trees

„urban trees“ beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Natur und Urbanität. Der Baum im städtischen Umfeld wird zusehends degradiert zur Dekoration, zum Objekt des Stadtplaners, zum Alibi der Architektur. Sich selbst überlassen, erobert er sich trotz aller Einschränkungen (diese im wahrsten Sinne des Wortes)seinen Raum, wächst und wuchert ungeplant oder verabschiedet sich still und leise. Erfüllt er die an ihn gestellten ästhetischen Anforderung nicht mehr, überschreitet er seinen ihm zugewiesen Rahmen, wird er verstümmelt oder gleich ganz ersetzt. Eine lokale oder gar geografische Zuordnung ist nicht mehr möglich, der Anspruch ist, das alles überall wächst, ungeachtet der natürlichen Zusammenhänge. Der Dschungel der Großstadt im Spiegel des kleinsten gemeinsamen Nenners Wald: des Baumes.

Kreinsens Fotografien kommen in klassischem Schwarzweiß daher und stehen damit sichtbar in der langen Tradion der konzeptionellen Reportagefotografie. (...) Seine Fotografien sind aber nicht nur eine Anklage, vielmehr sind sie ein Appell an uns (...) Wer der Stärkere ist, zeigt Olaf Kreinsen deutlich und unmißverständlich in seinen Fotografien geschundener Bäume.
(Christoph Moderegger, 2012)

"stattwald: urban trees" wurde 2011 von der Hoepfner Stiftung ausgezeichnet und gewann 2012 den 2.Preis bei wald!raum, einem Wettbewerb anlässlich des internationalen Jahres der Wälder.

Urban Tree - RomUrban Tree - RomUrban Tree - RomUrban Tree - RomUrban Tree - RomUrban Tree - MünchenUrban Tree - MünchenUrban Tree - München

© Olaf Kreinsen (2016) Photos may not be used without permission